Zum Inhalt springen

Projektförderung

Schule-Aussenansicht.jpg

Die Gemeinschaftsstiftung unterstützt Vorhaben und Projekte aus allen Bereichen der Vorwerker Diakonie, die ohne ihre Förderung nicht umgesetzt werden könnten.

Die Insel bietet Zuwendung für diejenigen unserer Schülerinnen und Schüler, die darauf angewiesen sind, dass im Laufe des Vormittags eine Unterbrechung der Gruppensituation in der Klasse angeboten werden kann, um danach mit neuer Kraft und Konzentration zu den Klassen-kameraden zurück zu kehren. Sie werden in dem gesonderten Raum „Insel“ individuell betreut. So können sie sich beruhigen und entspannen, bis sie wieder in der Lage sind, am Unterricht in der Klasse teilzunehmen. Dies betrifft nicht nur die motorisch unruhigen Kinder, sondern vor allem auch die Kinder mit schwerst-mehrfachen Behinderungen. Sie genießen diese Einzelförderung sehr. Da sie selbst diese zumeist nicht einfordern können, bieten wir ihnen somit feste Zeiten in einem eigenen Stundenplan für ein besonderes Angebot. Mit Hilfe der Gemeinschaftsstiftung können wir den Schülern der Paul-Burwick-Schule schon seit einigen Jahren dieses Angebot machen. Es hat sich als sehr notwendig und hilfreich erwiesen. Trotzdem wird es nicht bei der Festsetzung der Schülerkostensätze berücksichtigt, die vom Land Schleswig-Holstein gezahlt werden.

Alkohol ist nach wie vor das Suchtmittel Nummer eins bei jungen Menschen in Deutschland. Dennoch ist, generell gesehen, der durchschnittliche Alkoholkonsum bei Jugendlichen seit vielen Jahren rückläufig. Leider hat sich jedoch die Zahl der Jugendlichen mit einem sehr riskanten bzw. problematischen Alkoholkonsum drastisch erhöht. Klassische, schulpräventive Maßnahmen erreichen diese Jugendlichen inhaltlich jedoch eher nicht, sondern mehr jene Jugendlichen, die ohnehin ein geringes Risikopotential aufweisen. Der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist bislang sehr spärlich.

Bei bestimmten Gruppen ist ein erhöhter, oftmals auch ritualisierter Ablauf von Alkoholkonsum gut bekannt. Hierzu zählen unter anderem Fußball-Jugendmannschaften als auch Jugendfeuerwehren. Der Zusammenhang zwischen frühem kritischen Alkoholkonsum und der Entwicklung einer manifesten Alkoholproblematik ist wissenschaftlich erwiesen. Zudem ist jugendliches Lernen sehr eng mit praktischer persönlicher Erfahrung und der Kultur der Peergroup verknüpft. Die üblicherweise in Schulen praktizierten Präventionsmaßnahmen können diese praktischen Erfahrungen in der Regel nicht ermöglichen und treffen als Zielgruppe auch nicht jene Gruppen an, die in ihrer Zusammensetzung die relevante Peergroup der Einzelnen darstellen. Angesichts von etwa 16.000 Jugendlichen / Jungerwachsenen in der Hansestadt Lübeck im Alter von 14-21 Jahren, ist bei der (wissenschaftlich anerkannten) Annahme von 5% mit sehr riskantem Alkoholkonsum bereits von 800 betroffenen jungen Menschen auszugehen. Wir gehen davon aus, dass der Anteil Betroffener in den oben beschriebenen Zielgruppen als überdurchschnittlich angenommen werden muss. In der Hansestadt Lübeck gibt es bisher keine Angebote, die die beschriebene Zielgruppe avisieren und einen erfahrungsorientierten und wissenschaftlich begründeten Ansatz verfolgen, der dem kritischen Alkoholkonsum im außerschulischen Bereich begegnet.

Das Projekt wendet sich an Jugendliche bzw. Jungerwachsene bis 21 Jahre, im Schwerpunkt Jugendliche von 14-18 Jahren. Die Jugendlichen gehören einer Gruppe an, die über Fußballverein oder Jugendfeuerwehr organisiert ist. Über den gesamten Projektverlauf sollen 24 Gruppen mit einer durchschnittlichen Teilnehmerzahl von 12-15 Personen am Projekt teilnehmen. Die angestrebte Gesamt-Teilnehmerzahl beträgt etwa 350.

Seit 2009 unterstützt die Gemeinschaftsstiftung die Krankenhausbegleitung von Menschen mit Behinderungen in der stationären Behindertenhilfe. Für einige Bewohner der Vorwerker Diakonie ist diese Begleitung notwendig, gerade dann, wenn sie in ihren kommunikativen Möglichkeiten beeinträchtigt sind. Das ungewohnte Umfeld des Krankenhauses ohne die Begleitung durch eine vertraute Person überfordert viele von ihnen.
Nach wie vor ist die Begleitung der Bewohner auf dem Weg in die Notaufnahme oder ins Krankenhaus, und später während des Krankenhausaufenthaltes nur begrenzt möglich, weil der Krankenhausbesuch eine zusätzliche Aufgabe ist, die nicht refinanziert ist. Um einen Personalmangel in der Wohngruppe zu vermeiden sollen deshalb zusätzliche Personalkosten finanziert werden.

Seit 2011 gibt es in der Vorwerker Diakonie das Projekt Musikus. Es wird vom Fachbereich Musik und Kultur unterstützend flankiert, so dass die jeweiligen Mitarbeiter der Bereiche auch eine fachliche Hilfestellung erhalten. Diverse Musikinstrumente und Mobiliar wurden angeschafft, bestehend aus einfachen Schlaginstrumenten, aber auch aus großen, schweren Trommeln, die selbstständig stehen können. Diese haben den Nutzen, das beispielsweise Menschen im Rollstuhl die Möglichkeit haben, auch laute und führende Klänge zu spielen. Auch Gitarren wurden ganz neu angeschafft, die besonders bei Jugendlichen sehr beliebt sind. Die Instrumente stehen allen Bereichen der stationären Behindertenhilfe zur Verfügung und so können die Mitarbeiter flexibel und individuell Musikstunden mit den Bewohnern planen. Nach dem erfolgreichen Start des Projektes wurde das Projekt auf die Wohnbereiche des Außerordentlichen Hilfebedarfs und des Wohncampus ausgeweitet. Dabei wurden die bisherigen Erfahrungen berücksichtigt und individuell auf die jeweiligen Wohngruppen des Bereichs angepasst. Das Projekt gestaltet sich dabei stets flexibel, unter Berücksichtigung der Kerninhalte, um so die Bedarfsorientierung zu gewährleisten.

Wie in allen Schulen ist das Internet auch in der Gisa-Feuerberg-Schule der Vorwerker Diakonie inzwischen eine wesentliche Unterstützung und Ergänzung des Unterrichts. Die Schülerinnen und Schüler können es nutzen, um sich schnell die Informationen zu beschaffen, die sie in einem Fach benötigen. So können im Unterricht Arbeitsgruppen mit Recherche-Aufgaben eingesetzt werden, die danach ihre Ergebnisse präsentieren.
Nach dem Umzug der Schule aus der Triftstrasse in das Ulrich-Gabler-Haus stellte sich heraus, dass die dort installierte W-LAN-Anlage nicht ausreichend war, um von der Schule im erforderlichen Maß genutzt zu werden. Deshalb ist jetzt eine neue Anlage mit größerer Kapazität installiert worden, die den Anforderungen der Schule gerecht wird. Die Gisa-Feuerberg-Schule wird nur unzureichend mit Zuschüssen der Landes finanziert, so dass die Finanzierung durch die Gemeinschaftsstiftung dringend benötigt wurde.

  • Vogelnestschaukel für Bewohner mit Behinderung und psychischer Erkrankung
  • Essen in Gemeinschaft“ - Mittagstisch im „Wohnen mit Service"
  • Erlebnispädagogische und Sportprojekte im Bereich „Soziale Hilfen"
  • Paul-Burwick-Schule: iPads für den Bereich Unterstützte Kommunikation
  • Fotoprojekt „Blende 2"
  • Ausweitung des Projektes „Menschen ohne Obdach"
  • Theaterprojekt
  • Familien- und Kompetenzzentrum
  • Hilfe für Menschen mit psychosozialen Hilfebedarf
  • Schülerjobs

Erfolge

IMG_3342_Web.JPG

Zwei Projekte liegen der Stiftung besonders am Herzen, da diese nicht von anderen Stellen refinanziert werden und sie bereits seit vielen Jahren nachhaltig und verlässlich unterstütz werden können: Zum einen ist das die “Insel“ der Paul Burwick-Schule, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich im Laufe des Vormittags von der Gruppensituation zurückzuziehen und zu regenerieren. Zum anderen ist es die Krankenhausbegleitung von Menschen mit Behinderungen. Für die meisten von Ihnen bedeutet ein Krankenhausaufenthalt eine Zeit großer Veränderung und damit verbundener Ängste. Durch eine ihnen vertraute Person erhalten Sie in dieser Situation die notwendige Sicherheit und Pflege.